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Fischbach, Diedorf, Kaltennordheim,

Abwasser fließt nun bergauf – Diedorf und Fischbach an Kläranlage Kaltennordheim angeschlossen

Mit insgesamt sieben Partnern und einer Investitionssumme in Höhe von 5,3 Millionen Euro hat der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) den zentralen Anschluss von Diedorf und Fischbach umgesetzt. Für dieses Großprojekt waren in den vergangenen zwei Jahren umfangreiche Bauarbeiten notwendig, die nun fertiggestellt und abgenommen worden.

Die neuen Abwasseranlagen sind in Betrieb und etwa 70 Prozent der Haushalte der zwei Rhönorte sind an die zentrale Kläranlage in Kaltennordheim angeschlossen.

Mit Abschluss der Arbeiten hat der WVS gemeinsam mit dem Planungsbüro PROWA GmbH, den am Bau beteiligten Firmen und den Ortsvertretern die Gelegenheit genutzt, um einen Rückblick auf das beachtliche Projekt zu werfen.

Der Anfang wurde im Mai 2018 mit dem Bau der Abwasserleitung zwischen Fischbach und Kaltennordheim gemacht. Die 1.900 Meter lange Druckleitung wurde im Bereich des Feldatal-Radweges von der Baufirma Giebel Hoch- und Tiefbau AG im Spülbohrverfahren verlegt. Sie transportiert die Abwässer aus Diedorf und Fischbach ins bergauf gelegene Klärwerk nach Kaltennordheim.

Das hierfür vorgeschalte Abwasserpumpwerk hat die Mohr-Bau-GmbH am Ortseingang von Fischbach errichtet. Die Pumpen können bis zu 70 Kubikmeter Abwasser pro Stunde zum Klärwerk fördern.

Auch im Ortsnetz hat sich unter den Straßen viel getan. Die Mohr-Bau-GmbH hat in den Straßen „Am Wehr“, „Kreuzweg“ und „An der Felda“ ein neues Kanaltrennsystem verlegt und die Hausanschlüsse für die anliegenden Grundstücke erneuert. Östlich der Felda ist Fischbach bereits im Mischsystem erschlossen.

Unter der kleinen Parkanlage zwischen der „Wiesenstraße“ und dem „Kreuzweg“ ist ein 19 Meter langer Stauraumkanal mit einem Stauraumvolumen von 90 Kubikmeter entstanden. Der Bau wurde von der Firma Mohr-Bau-GmbH ausgeführt.

Aufgabe des Stauraumkanals ist es, künftig bei Regen die Ortskanalisation zu entlasten und den „ersten Schmutzstoß“ zu speichern, um die Felda vor Verunreinigungen zu schützen. Auch das Gewerbegebiet von Fischbach ist über eine weitere Pumpstation an das Ortsnetz angebunden worden. Die vorhandene Kläranlage des Gewerbegebietes wurde stillgelegt.

In Diedorf hat die Firma Wolf-Bauunternehmen unterhalb der „Wassergasse“ ein Entlastungsbauwerk mit einem Stauraumkanal und einer Pumpstation errichtet. Der Stauraumkanal hat ein Stauraumvolumen von 80 Kubikmeter und bindet das Ortsnetz und die vorhandenen Ein-leitstellen in den Klingsbach auf.

Die daran anschließende Druckleitung zum Pumpwerk in Fischbach hat die WBB Bau & Beton GmbH im Bohrspülverfahren verlegt.

Die neuen Abwasseranlagen in Diedorf und Fischbach hat die BN Automation AG mit der elektronischen Mess- und Steuerungstechnik ausgerüstet und zur Überwachung in das Fernmeldesystem des WVS eingebunden.

Die Planungen hierfür hat die ELAplan GmbH gemacht.

Das Schmutzwasser aus den beiden Ortslagen wird jetzt ordnungsgemäß und vor allem umweltgerecht in der Kläranlage gereinigt. Zuvor wurde das anfallende häusliche Abwasser über abflusslose Gruben und Grundstückskläranlagen vorgereinigt und der Klärschlamm zurückgehalten und entsorgt. Der Überlauf der Anlagen leitete über Kanäle weiter in die Vorfluter ein.

Durch diese unzureichend behandelten Abwässer wurden die Felda in Fischbach und der Klingsbach in Diedorf stark belastet. Durch den zentralen Anschluss wird sich die Gewässerqualität nun wesentlich verbessern.

Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen hat dieses Projekt im Rahmen seines Sonderprogramms für den Anschluss des ländlichen Raumes umgesetzt und dafür Fördergel-der in Höhe von rund 1.168.000 Euro aus dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes“ (kurz ELER) erhalten.

Kölleda,

Grundhafter Straßenausbau in Kölleda

Gerbergasse, Bäckergasse und 1. Teilabschnitt nördliche Bahnhofstraße

Im August wurde in Kölleda die Komplexmaßnahme in der Gerbergasse, Bäckergasse und der nördlichen Bahnhofstraße erfolgreich beendet und durch vier Schnitte durch das rot-weiße Absperrband der Durchgangsverkehr wieder frei gegeben.

Im Zuge des Ausbaus der Straße wurden der Mischwasserkanal und die Trinkwasserleitungen erneuert.

Auftraggeber:
Stadt Kölleda
Abwasserzweckverband "Finne"
Trinkwasserzweckverband "Thüringer Becken"

Bauausführung:
Geplante Bauzeit: September 2019 – Juli 2020
Fertigstellung/ Straßenfreigabe: August 2020

Fischbach, Diedorf, Kaltennordheim,

An der Kläranlage vereint – Anschluss von Fischbach und Diedorf an Kaltennordheim

Bei der Betrachtung der Abwasserbeseitigung im Oberen Feldatal wurde in den letzten Jahren schrittweise auch nach einer wirtschaftlichen Lösung für Fischbach und Diedorf gesucht.

Mit der Aufnahme der Mitgliedsgemeinden des aufgelösten Zweckverbandes „Hohe Rhön“ in den Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) zeigten sich hierbei neue Perspektiven für den Anschluss der beiden Orte an die zentrale Kläranlage in Kaltennordheim.

Die bisherige Abwasserentsorgung in Fischbach und Diedorf erfolgte im Wesentlichen dezentral über Grundstückskläranlagen und abflusslose Gruben.

Um der Gewässerbelastung durch unzureichend behandeltes Abwasser entgegenzuwirken wurden insbesondere in den letzten beiden Jahren umfangreiche Tief- und Kanalbauarbeiten in beiden Orten durchgeführt.

Diedorf

In Diedorf wurden entlang der ehemaligen Bahntrasse zwischen B285 und der Wassergasse sowie im Weg zwischen der Wassergasse und der Sportplatzstraße die Abwasserkanäle einschließlich der dazugehörigen Hausanschlussleitungen erneuert.

Unterhalb der Wassergasse wurde ein Abwasserpumpwerk errichtet und eine daran anschließende Druckleitung nach Fischbach verlegt. An das Pumpwerk wurde ein 24 Meter langer Stauraumkanal gebaut und an die Kanalisation des Ortsnetzes angebunden. Der Stauraum soll künftig bei Regen 80 Kubikmeter Abwasser und den sogenannten „ersten Schmutzstoß“ im Regenfall speichern und damit den Klingbach vor Verunreinigungen schützen.

Die neuen Abwasseranlagen werden mit elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik ausgerüstet und nehmen in 2020 den Probebetrieb auf.

Fischbach

Im Zuge der Baumaßnahme in Fischbach ist am tiefsten Punkt des Ortes ebenfalls ein Abwasserpumpwerk errichtet worden. In den Straßen „Am Wehr“, „Kreuzweg“ und „An der Felda“ wurden ein Kanaltrennsystem neu verlegt und die Hausanschlüsse erneuert.

Östlich der Felda ist Fischbach bereits im Mischsystem erschlossen. Auf der kleinen Parkanlage zwischen Wiesenstraße und Kreuzweg ist ein 19 Meter langer Stauraumkanal mit einem Stauraumvolumen von 90 Kubikmeter gebaut worden, der in seiner Funktion und Aufgabe dem Stauraumkanal in Diedorf ähnelt.

Zusätzlich wurde das Gewerbegebiet in Fischbach über eine weitere Pumpstation an das Ortsnetz angebunden. Somit wird im Zuge der Maßnahme auch die Kläranlage des Gewerbegebietes stillgelegt. Anfang 2020 soll die Pumpstation in Fischbach den Probebetrieb aufnehmen.

Über die neue Druckleitung von Fischbach nach Kaltennordheim wird dann das Schmutzwasser aus beiden Orten künftig zur Kläranlage Kaltennordheim übergeleitet und umweltgerecht gereinigt.

Quelle: https://rhoenkanal.de/

Klings,

2 Millionen Investition – Spatenstich für neue Kläranlage in Klings

Der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) hat mit dem Bau der zentralen Abwasserentsorgung in Klings begonnen. Am Kläranlagenstandort haben alle Beteiligten den Baubeginn mit dem ersten Spatenstich offiziell eröffnet.

Derzeit wird das anfallende Abwasser außerhalb der Ortschaft über einleitende Kanäle in den Klingbach abgeleitet. Das soll sich mit der zentralen Kläranlage ändern.

Um der Gewässerbelastung des Baches durch unzureichend behandeltes Abwasser entgegenzuwirken, wird das Abwasser aus der gesamten Ortslage künftig in einer Scheibentauchkörperanlage umweltgerecht gereinigt und entsorgt. Die Kläranlage wird auf der Eselswiese am Ortsausgang in Richtung Diedorf errichtet. Zusätzlich ist es notwendig, den Mischwassersammler ab der Unterquerung des Klingbachs bis zur Eselswiese zu verlängern.

Des Weiteren wird eine Entlastungsanlage gebaut. Diese wird als Stauraumkanal zwischen bestehendem Mischwassersammler und der zukünftigen Kläranlage errichtet. Bis Ende 2020 sollen die Bauarbeiten fertiggestellt werden

Mit der Planung und Bauüberwachung des Projektes ist das Ingenieurbüro Prowa GmbH aus Erfurt beauftragt. Die Firma ELAplan GmbH aus Ilmenau ist für die Planung der Elektro- und Steuerungstechnik zuständig. Für die Bauausführung konnten die Firmen Mohr-Bau-GmbH aus Barchfeld und die BN Automation AG aus Ilmenau gewonnen werden.

„Wir setzen den zentralen Anschluss von Klings als Fördermaßnahme im Rahmen unseres Abwasserbeseitigungskonzeptes um. Den Fördermittelbescheid hierfür haben wir im Juni dieses Jahres erhalten“, erklärt WVS-Werkleiter Heiko Pagel.

In diese Fördermaßnahme wird der WVS Baukosten in Höhe von rund 1,92 Millionen Euro investieren. Mit 690.000 Euro fördert der Freistaat Thüringen den Neubau der Kläranlage. Der Bau des Stauraumkanals mit Anbindung des Ortsnetzes wird mit 76.000 Euro aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes (GAK) unterstützt.

Quelle: https://rhoenkanal.de/

Oberzella - Vacha,

Abwasserpumpwerk für 1,6 Millionen Euro fertiggestellt – Anschluss von Oberzella geplant

Im Rahmen eines GRW-Förderprogramms (Gemeinschaftsaufgabe regionale Wirtschaftsförderung) des Freistaates Thüringen hat die Stadt Vacha das Gewerbegebiet Oberzella um viereinhalb Hektar vergrößert und neue Gewerbeflächen geschaffen. Aus diesem Grund hat der Wasser und Abwasser-Verband Bad Salzungen (WVS) die Ableitung des Schmutz- und Regenwassers in dem Areal umstrukturiert, eine Abwasserdruckleitung von Oberzella nach Vacha verlegt und ein Abwasserpumpwerk gebaut.

Das Gewerbegebiet Oberzella und die Ortslage Unterzella sind damit bereits an die Kläranlage Vacha angeschlossen. In 2020 folgt der zentrale Anschluss von Oberzella.

Der Verbindungssammler zwischen Vacha und Oberzella wurde in 2018 fertiggestellt. Hierbei wurde der rund 1.720 Meter lange Sammler mit Unterquerung der Werra verlegt. In 2019 folgte der Bau des Abwasserpumpwerkes. Das Pumpwerk ist fast sechs Meter tief in die Erde gebaut. So kann das Abwasser aus dem Gewerbegebiet Oberzella einfach zufließen. Die zwei Pumpen des Werks können bis zu 100 Kubikmeter (m³) Abwasser pro Stunde zum Klärwerk Vacha fördern.

Zur Ableitung des Regenwassers wurden 110 Meter Kanal mit Querung der Kreisstraße K502 verlegt. Das Regenwasser, welches bisher durch offene Gräben floss, wird nun direkt über Kanäle in die Werra abgeleitet. Außerdem wurde die vorhandene, aber unzulängliche Gebietskläranlage des Gewerbegebietes stillgelegt.

Der WVS hat in die Gesamtmaßnahme Baukosten in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro investiert. Davon wurden 75 Prozent der förderfähigen Kosten über die GRW-Maßnahme abgedeckt.

Bei der feierlichen Inbetriebnahme des Abwasserpumpwerkes in Oberzella bedankte sich WVS-Werkleiter bei allen am Bau beteiligten Firmen für die erfolgreiche Zusammenarbeit. Im Einzelnen waren zuständig:
Silvio Wagner von der EFG Entwicklungs- und Flächenmanagementgesellschaft mbH in Suhl für die gesamte Projektsteuerung und Beantragung der Fördergelder, Michael Grob und Thomas Lehninger vom Ingenieurbüro Prowa GmbH Erfurt, Ronny Wettengel von der ELAplan GmbH aus Ilmenau sowie Volker Brückmann vom Tiefbautechnischen Büro Werra (TTB) aus Bad Salzungen für die Planung und örtliche Bauüberwachung. Die Firmen Muthig Leitungsbau GmbH aus Mellingen, Umwelttechnik & Wasserbau GmbH aus Kahla, Petri Bau GmbH aus Hämbach und BN Automation AG aus Ilmenau für die Bauausführung.

Nächstes Jahr wird die Ortslage von Oberzella an das neue Pumpwerk angebunden und damit der zentrale Anschluss an die Kläranlage Vacha fertiggestellt.

Hierfür werden in 2020 im Bereich der Schmiedestraße Kanalbauarbeiten durchgeführt und in der Sachsenheimer Straße eine Regenentlastungsanlage hergestellt. An diese wird sich ein neuer Verbindungssammler anschließen, der entlang der Kreisstraße K502 errichtet wird und die Anbindung des Ortsnetzes vervollständigt.

Quelle: https://rhoenkanal.de/